TISCHTENNIS IN DER TGS JÜGESHEIM - seit 1947

Es war kurz nach dem 2. Weltkrieg - nämlich im Jahre 1946 - als sich einige Männer zusammentaten und vier Wirtschaftstische in der TGS-Halle aneinanderstellten. Nein, es sollte kein größeres Gelage stattfinden, sondern es wurden alte - mit Aceton geflickte - Zelluloid-Bälle über ein Netz getrieben. Dies waren die ersten Geburtswehen der Tischtennisabteilung.

Anfang 1947 war es dann soweit: Auf Anregung des damaligen 1. Vorsitzenden der TGS Jügesheim, Adam Sattler, setzten sich folgende Herren wieder an einen Tisch - diesmal an einen runden - und gründeten die Tischtennisabteilung der TGS Jügesheim. Zu den Gründern in dieser Zeit gehörten u.a.: Willi Jacobi, Victor Malik, Kurt Linke, Bernhard Michels, Hans Roßkopf und Franz Simon. Sie stellten auch die erste Mannschaft, die in der Kreisklasse ihre Spiele bestritten. Wenig später kam eine 2. Herren-Mannschaft dazu, in der u.a. Edgar Löw, Erwin Möller, Gerd Roßbach und Theo Winter spielten.

Hans Roßkopf war in der Zeit von 1947 bis 1953 der erste Abteilungsleiter und auf Kreisebene übernahm er die Position des Jugendwartes.

Als die Verbandsspiele im Kreis begannen, mussten natürlich richtige TT-Tische her. Die erste TT-"Platte" wurde aus massivem Holz hergestellt und von der Schreinerei Wilh. Holzinger geliefert. Später folgten zwei weitere "Platten" von der Schreinerei Grimm aus der Hintergasse. Trainiert wurde fast jeden Abend in der TGS-Halle, denn die Worte "Diskothek", "Television" und "Computer" waren Fremdwörter, mit denen man nichts anfangen konnte. Es sind zwar heute auch noch Fremdwörter, aber man fängt sehr viel damit an!

Zu den Auswärtsspielen ging es bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad. Nicht nur nach Weiskirchen, sondern im ganzen Kreis, denn Autos waren noch Mangelware. (Angeblich waren es 70 Stück in Jügesheim zu der Zeit). Die Halle war auch manchmal eine Scheune, in der im Winter mit Handschuhen gespielt wurde. Ein Spiel musste abgebrochen werden, weil der Ball nach einem harten Schlag seinen Geist aufgab und nicht zu reparieren war. Ein zweiter Ball war nicht vorhanden. Einieg Jahre später nicht mehr vorstellbar, wo man für das Nichtantreten einer Mannschaft eine Strafe von DM 260.-! zahlen musste.

Anfang der 50er Jahre ging es etwas schleppend voran mit der Abteilung. Aber ab 1954 wurde der Spielbetrieb wieder reger und die Abteilung wuchs ständig.

Im Jahre 1956 startete die erste Jugendmannschaft in die Punktspielrunde. Unter der Leitung von Trainer Franz Simon. (er war auch Abteilungsleiter von 1956 bis 1960) spielten u. a.: Horst Fisch, Heinz Kühnel, Horst Lachmann, Dieter Rücker und Alfred Wetzel. Die beiden letztgenannten spielten 1994 noch aktiv in der Mannschaft. Natürlich nicht in der Jugend-Mannschaft! Aber durch den Sport sind sie jung geblieben.

Als 1. Vorsitzende hatten Kurt Bruder und Friedel Löbig lange Jahre erfolgreich die Fäden der TT-Abteilung in der Hand.

Aus der ersten Herrenmannschaft im Jahre 1947 wuchs bis heute eine starke und leistungsfähige Abteilung heran. Sie gehört mit zu den stärksten im Kreis Offenbach.

1993 zählten wir 2 Damen-, 8 Herren- und 4 Jugend- und Schülermannschaften. Die Mitglieder­zahl stieg im Laufe der Jahre auf 112 Personen im Jahre 1993.

 

Auf der Erfolgsleiter kletterte die 1. Herrenmannschaft im Jahre 1993 bis in die Oberliga Süd-West. Die anderen Herren-Mannschaften waren in einem breiten Spektrum angesiedelt, von der Bezirksliga bis in die 2. Kreisklasse, so dass jeder Spieler seine Klasse finden konnte.

Die 1. Damenmannschaft spielte auf Hessenebene in der 1. Verbandsliga. Ohne die Leistung der anderen Spielerinnen zu schmälern, muss doch eine hervorgehoben werden: Birgit Petranovic, die aus der Tischtennisfamilie Reichenbach stammt. Sie startete 1969 in der Jugend und war 1993 noch die Nr. Eins in der 1. Damenmannschaft. Ihre Erfolge bei den Schülern und der Jugend in den Jahren 1972 bis 1977 sind einfach Spitze: Deutscher Pokalmeister, 2. der Deutschen Rangliste, 9 Titel bei den Südwest-Meisterschaften im Einzel, Doppel und Mixed, 12 Hessenmeistertitel im Einzel, Doppel und Mixed sowie etliche Bezirks- und Kreismeistertitel! Diese "Titelsammlung“ ist einmalig in der Geschichte der TGS Jügesheim!

Später wechselte Birgit mit ihrer Schwester Kerstin und ihrer Tochter Sina zum TTC Seligenstadt.

Bei den Herren sind zwei Namen eng mit den Erfolgen und dem Aufstieg bis in die Oberliga Südwest unserer 1. Herrenmannschaft verbunden: Hubert Nock und Enes Gazic.

Im Jahre 1968 kam Hubert Nock (3-facher deutscher Mannschaftsmeister) zur TGS. Mit ihm als Trainer und Spieler stieg die Mannschaft bis in die Hessenliga auf. Er war Vorbild für die Spieler und er tat auch sehr viel für die Geselligkeit innerhalb der Abteilung. Bedauerlicherweise für die TT-Abteilung verschlug es ihn 1982 beruflich nach Nürnberg. Doch noch lange ist er der TGS treu geblieben, denn er ist immer noch Mitglied unserer Abteilung.

Von 1985 bis 1994 setzte Enes Gazic in der TT-Abteilung die Akzente. Der ehemalige jugoslawi­sche Nationalspieler und Nationaltrainer von Griechenland brachte mit seiner Erfahrung und Spielstärke die 1. Mannschaft in die Oberliga Süd-West.

Viele junge Talente durchliefen in seiner Zeit unsere Abteilung. Leider blieben sie alle nur kurze Zeit als "Gast" bei uns, denn sie konnten den besseren Angeboten in höheren Spielklassen nicht widerstehen.

Trotz Bildung eines "Förderkreises für Leistungs- und -Breitensport" und des großen Einsatzes von Gerd Zobel, und das nicht nur als Mannschaftsführer der 1. Mannschaft, konnte der Abstieg aus der Oberliga nicht vermieden werden.

Da Enes Gazic den Verein verließ, löste sich die Mannschaft auf.

Als neuen Trainer für die ersten Mannschaften haben wir 1994 Matthias Ruppert engagiert, der in der Oberliga beim Spitzenreiter KSG Dortelweil eine neue Heimat gefunden hatte, nachdem er im Jahr zuvor in unserer 1. Herrenmannschaft noch die Nummer Eins war. Im Jugendtraining unterstützte er Michael Gossmann, der gerade die Prüfung zum Trainer - zusammen mit Rene Scherpf - bestanden hatte, und unseren damaligen Jugendwart Andreas Garlt.

Aus dem Kreis unserer drei Jugendmannschaften war 1994 Susanne Melcher besonders zu erwähnen. Sie errang in den Jahren zuvor einige Bezirks- und Kreismeistertitel.

 

Und wie es heute zwei Jahrzehnte später bei uns aussieht, seht ihr auf den aktuellen Seiten unseres Internetauftritts.

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